XOVILICHTER-OMS


Xovilichter

Alarm! Überall auf der Welt werden mysteriöse Xovilichter gesichtet

Von New York bis Athen, von Castrop-Rauxel bis Groß Brunsrode, in allen vier Himmelsrichtungen, über den Wolken und auf dem Meeresgrund – überall erscheinen sie und verbreiten von freudiger Erwartung über vorsichtige Skepsis bis hin zu panischer Angst jegliches Gefühl, zu dem die menschliche Seele fähig ist: die mysteriösen Xovilichter. Worum handelt es sich bei dem Phänomen der Xovilichter? Sind es die Vorboten der lang erwarteten Außerirdischen, von Alf und E.T. einmal abgesehen? Ist es der Beginn des verspäteten Eintritts des eigentlich für den 21. Dezember 2012 geplanten Weltuntergangs?

Gründung der “Church of Xovilichter”

Die Wissenschaftler und die Verschwörungstheoretiker versammeln sich in heller Aufregung zu interdisziplinären, Hals über Kopf einberufenen Kongressen, Seminaren und Tagungen, um die Xovilichter zu diskutieren, zu analysieren und zu klassifizieren. Wie man hört, soll in Ibach/Lindau im Schwarzwald die Gründung einer “Church of Xovilichter” erfolgt sein, denen sich in spontaner Verbrüderung sowohl die verbliebenen Mitglieder von Fiat Lux als auch der örtliche Schützenverein und ein mysteriöser, komplett in Regenbogenfarben gekleideter Mann namens “Haffhaff” angeschlossen haben sollen. Die Sekte verehrt die Xovilichter als “Sendboten des kommenden Xovirönikoms”, was wohl die Apotheose ihrer Mitglieder bedeuten soll. Oder zumindest so was Ähnliches. Anwohner berichten von einem mantraartig wiederholten Gesang im Umfeld des ad hoc aus alten Thunfischdosen errichteten “Welcome-Xovilichter-Palace”:

“Xovlichter kommt herab, Xovilichter zappzappzapp,

Krönt die Spreu, bewahrt sie treu,

Xovilichter schlappschlapplapp.”

Was davon zu halten ist, ist noch unklar. Aber erschreckend mutet es an, dass sich immer mehr Menschen der Gruppierung anschließen und ihr Gesang anschwillt wie weiland der Bocksgesang von Botho Strauß.

Xovilichter-Augenzeugenbericht aus Bayern

Uns ist es gelungen, einen Augenzeugen aufzutun, der einem der Xovilichter sehr nahe gekommen ist, und zwar der Hopfenhändler Alois Pachtlhuber aus Schlachting an der Klonn in Oberbayern:

“I war aufd Nacht beim Steigenbeiger-Wirt und wara scho bei der vierten Maß olangt. Da bin i dann naus und wollt’ bieseln gehen. Auf amoi kimmt da des Licht, des da wohl zu dene Xovilichter g’hört und i schau mir des o und denk mir no, ‘mei, was iss jetz des?’ Unn schwupps, haut’s mi um und i liag am Boden. I bin dann fei bald wieder aufwacht und hob mi wieder zum Steigenbeiger hihockt. Es is halt a Kreiz, des mit dene Xovilichter.” (Wir bitten, etwaige Transkriptionsfehler zu entschuldigen, der Mann sprach tiefstes Bayerisch und war stark alkoholisiert.)

Es ist erschreckend, was Herr Pachtlhuber erlebt hat. Und das ist beileibe kein Einzelfall. Auf allen fünf Kontinenten häufen sich ähnliche Berichte von Menschen, die die mysteriösen Xovilichter gesehen haben (wollen). Sobald wir Näheres über diese seltsame Erscheinung wissen und genauer sagen können, ob es sich dabei um die neueste Idee der geheimnisvollen Herren aus Mountain View in Kalifornien, eine verspätete Innovation des dahingeschiedenen Howard Hughes oder um einen (beabsichtigten?) Defekt im System der vereinigten Stadtwerke dieser Welt handelt, werden wir darüber berichten.