XOVILICHTER-OMS


Im Pazifik wurde die erste Xovilichter Republik ausgerufen

Dass Xovilichter eine gewisse Faszination ausstrahlen, ist unbestritten. Was jedoch am gestrigen Abend geschah, ist höchst ungewöhnlich: Ca. 700 bis 1200 Menschen aus aller Welt riefen auf einer kleinen, unbewohnten Insel nahe Neuseeland einen eigenständigen und souveränen Staat aus. Eine überaus fragwürdige und gefährliche Aktion einer Gruppe, die sich als „Xovilights infinity“ zu erkennen gibt.

Diese Meldung verbreitete sich wie ein Lauffeuer rund um die Welt. Ganz Neuseeland ist erzürnt und plant eine Rückeroberung der Insel – zur Not sogar militärisch. Die UN schaltete sich sofort als deeskalierender Vermittler ein und lässt dadurch die Hoffnung einer friedlichen Beilegung dieses Konfliktes zu. Aufgrund der hitzigen Situation schickten wir unseren Reporter Henrich Indexanynan nach Neuseeland ganz in die Nähe des Konfliktherds.

Xovilichter – Republik mit eigener Gesetzgebung

Der erst gestern entstandene Mikrostaat hat bereits jetzt eine eigene kleine, aber unvollständige Gesetzgebung. Aufgrund dessen vermuten Experten eine von langer Hand angelegte und geplante Aktion hinter der völkerrechtswidrigen Staatengründung. Die grundlegenden und wichtigsten Gesetze sind zwar enthalten, aber bei weitem nicht lückenlos und UN-konform. Wir fassen hier für euch einige der Gesetze zusammen:

  • Die herrschende Staatsform ist Xovikratie
  • Der Name des Staates lautet Xovinesien
  • Xovilichter haben dieselben Rechte wie Menschen
  • Es gibt eine Judikative, Exekutive und Legislative
  • Xovikritische Presse ist nur mit Zustimmung des Rates zulässig
  • Der Rat der weißen Xovinisten wird vom Volk gewählt
  • Im Rat muss mindestens die Hälfte der Mitglieder aus den Xovilichtern bestehen
  • Der Staat hat das Recht, neue Gesetze umgehend zu erlassen
  • Jeder Bürger muss seine Loyalität mindestens zwei Monate unter Beweis stellen, bevor er ein offizieller Staatsbürger wird
  • Die Währung trägt den Namen Xovidollar
  • Die offizielle Amtssprache ist Englisch. Nachfolgende und der Wichtigkeit nach geordnet andere anerkannte Sprachen sind Spanisch, Französisch, Deutsch, Maori und eine in Entwicklung befindliche Xovisprache

Selbstverständlich sind im Dokument noch weit mehr Gesetze enthalten, die jedoch nicht unbedingt der Erwähnung bedürfen.

 

Xovilichter – Transport könnte sich als schwierig gestalten

Xovilichter-RepublikIn den ersten 14 Stunden nach Gründung des Staates wurden noch keine Lichter auf der Insel gesichtet. Jedoch erwarten Analytiker eine Einschleusung der Lichter auf dem Luftweg binnen der nächsten Stunden. Auf der unbewohnten, ca. 680 km² großen Insel wurden schon die ersten provisorischen Gebäude errichtet. Dazu zählen einige Schlafbaracken, Geschäfte und das Parlamentsgebäude. Derzeit nächtigen die meisten Bewohner noch in einem Schiff, das einem Millionär gehört, der bis auf Weiteres unerkannt bleiben möchte und aus China stammen soll. Wie viel Startkapital das Land besitzt, ist bislang unklar. Die derzeitige Bevölkerungszahl wird auch nur anhand der Einträge auf der offiziellen Webseite des Staates spekuliert. Das Kuriose: Innerhalb von vier Stunden bewarben sich weltweit rund 48.000 Menschen um eine Einbürgerung in Xovinesien. Ob es jemals dazu kommt und ob andere Staaten das zulassen werden, steht in den Xovilichtern.

Xovilichter bekommen eigene vier Wände

Der neue Gouverneur dieser Insel, Sean McXovi aus Schottland, plant derzeit, eigene Lagerstationen für Xovilichter in Form von normalen Häusern zu errichten, die denen der Menschen ähneln sollen. Sie befinden sich bereits im Bau. Ein Haus wird etwa 150 Lichter aufnehmen können und genug Platz zum “Austoben der Lichter“ bekommen, so McXovi. Diese Häuser sollen gut gedämmt sein, um den harten Winter gut überstehen zu können. Heute Morgen meldete sich auch der Entwickler Clay Landingberg zu Wort und versprach den Anwohnern “superschnelles Xovi-XTE-Internet“, und das zu günstigen Preisen. Selbstverständlich werden die Lichter regelmäßig ausgetauscht und erhalten sogar einen Lohn für ihre getätigte Arbeit. Ob und wie sich das Ganze finanziell  lohnen soll, bleibt jedoch schleierhaft.

Xovilichter Republik – Enthusiasten  und Gegner führen bereits heftige Diskussionen

Wenige Minuten nach Ausruf der Republik entfachte eine sprichwörtlich explosive Stimmung und Diskussion im Internet. Die Debatten hatten zeitweise sogar große Seiten wie gute-Frage.de, Yahoo-Answers.com oder Xovilichter-omsag.de lahmgelegt. Einige der weltweit anerkanntesten Experten sprachen sich gegen den neuen Staat aus, andere bekundeten ihre Einreisewünsche. Eine Anzahl weltweit bekannter Firmen zeigten sogar Interesse für das Mikroland und erwähnten eine mögliche Ansiedlung auf die Insel. Jedoch wurden diese Ankündigungen kurz darauf wieder aus Angst vor einem Imageschaden entfernt, da das Land derzeit einen nicht anerkannten Status besitzt. Wenn die großen Unternehmen sich tatsächlich ansiedeln sollten, birgt das Land evtl. einiges an Potenzial.

Xovilichter Mikrostaat – Hauptthema in der heutigen UN-Krisensitzung

Die fünf ständigen Ratsmitglieder der UN-Generalversammlung halten heute um 16 Uhr MEZ eine Krisensitzung ab. Dorthin eingeladen sind auch einige Vertreter  von Xovinesien. Schon jetzt gilt diese Sitzung als Erfolg für die offiziellen Vertreter der Republik. Themen werden unter anderem die Souveränität,  die Rückforderung seitens Neuseelands und wirtschaftliche sowie militärische Aspekte sein. Alle großen Medien der Welt werden anwesend sein. In New York bilden sich bereits erste Ansammlungen von Pro- und Contra Xovinesien Demonstranten. Ein heikler und nicht schnell zu lösender Konflikt bahnt sich hier an.

Dass Xovilichter solch eine Situation hervorbringen könnten, hätten vermutlich die wenigsten erwartet. Die folgenden Tage werden entscheidend, zerrend und spannend werden. Mit einem gewiss unbekannten Ausgang.