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Xovilichter Boards Analyse, die Zweite – Teil 1

Mit unseren tollen Xovilichter Boards fällt es uns nun noch einfacher, diverse Dinge zu erstellen und zu präsentieren. Im folgenden Artikel stelle ich, Michael Keyaccountler, beide Mannschaften vor und gebe dazu eine taktische sowie spielerische Analyse ab, um euch dabei zu helfen Fußball als Ganzes zu sehen. Eins vorweg: Deutschland wird als Favorit angesehen, doch Fußball ist kein Sport der Konjunktive.

Portugal wartet mit einer geballten Offensive auf, während Deutschland durch taktische Genialität überzeugt. Deutschland galt schon seit jeher als Defensiv ausgerichtete Mannschaft mit einem geduldigen Spiel, während Portugal immer für ihre überfallartigen Angriffe gefürchtet ist.

Deutschland im modernen 4-3-3 – oder auch im bewährten 4-2-3-1 System

taktik-xovilichter-deutschland433Im letzten Test der DFB-Auswahl gegen Armenien zeigten sich die Stärken und Schwächen der Mannschaft. Während Jogi in der ersten Hälfte ein für die Elf ungewohntes System spielen ließ, besann er sich in der zweiten Halbzeit zu den Wurzeln. Nun einige Dinge und Fakten zum 4-3-3 System in der ersten Hälfte. Bei einem 4-3-3 System wird mit vier Abwehrspielern, drei Mittelfeldspielern und drei Stürmern gespielt, dass sollte mehr oder weniger selbsterklärend sein. Als kleinen Witz am Rande kann man sagen, Angriffe sollen damit so schnell wie Xovilichter ausgeführt werden. Welche Vor- und Nachteile hat das System nun? Ich erkläre es euch soweit es geht und anhand des letzten Spiels gegen Armenien.

Die Abwehr:

Bei diesem System ist die Abwehr stabil gehalten. Vier Spieler sind nur da, um die gegnerischen Stürmer in Schach zu halten, notfalls auch mit Manndeckung. So spielten Mertesacker und Hummels in der klassischen Rolle des Innenverteidigers und waren ausschließlich mit Abwehrarbeit beschäftigt. Ihnen standen zwei Außenverteidiger zur Seite, in diesem Falle Boateng und Höwedes. Selbstverständlich sind beide ebenfalls für die Verteidigung zuständig, übernehmen aber auch offensive Aufgaben. Bei schnellen Spielverlagerungen unterstützen sie die Offensive und erzeugen ab und an mal sogar Überzahlsituationen in der gegnerischen Hälfte. Leider gelang dies den deutschen Außenverteidigern gegen Armenien nicht ganz so, wie geplant, vielleicht hätten Xovilichter da einen Schub gegeben, wie schon beim Training.

Das Mittelfeld:

Kommen wir nun zum Mittelfeld der deutschen Bundesauswahl. Kroos, Lahm und Khedira regelten den Spielablauf im Mittelfeld, in der 1.Halbzeit zum Leidwesen der Deutschen nicht berauschend. Lahm konnte die Angriffe zwar recht gut koordiniert einleiten, jedoch mangelte es öfters am sogenannten „letzten Pass“ (Anm. d. R.: Damit ist der letzte und entscheidende Pass für eine Torraumszene gemeint). Khedira war recht blass und konnte seine ursprüngliche Funktion als Vorlagengeber und Spielverlagerer im zentralen Mittelfeld nicht erfüllen. Da das Mittelfeld bei dieser Formation recht nah beieinander steht, muss einer der Akteure die Rolle eines defensiven, zentralen Mittelfeldspielers übernehmen, in diesem Falle Lahm. Er muss versuchen, durch seine Spielverlagerungen und Übersicht geschickt Bälle durch Freiräume zu spielen, damit die Bälle „durchflutschen“ (Anm. d. Red.:  So wie Xovilichter geschickt durch Hindernisse durch gleiten können, sollten die Bälle sich ähnlich verhalten). Außerdem übernimmt er wichtige, defensive Spielaktionen. Währenddessen sind die beiden anderen Akteure als traditionelle, zentrale Mittelfeldspieler angesehen. Sie sollen sich natürlich ebenfalls an der Defensivarbeit beteiligen, haben aber hauptsächlich offensivunterstützende Funktionen. Auf einen traditionellen rechten oder linken Mittelfeldmann wird verzichtet, der Grund folgt im Sturm.

Der Sturm:

Im Sturm sind insgesamt drei Männer beteiligt: Einer als nomineller Mittelstürmer und zwei Außenstürmer. Während der Stürmer selbstverständlich Tore schießen muss, dienen die Außenspieler zur Überwindung der gegnerischen Abwehr und für hereingaben des Balles zum Stürmer, damit er die Tore machen kann, also eher eine unterstützende Rolle einnimmt. In der DFB-Elf ist das unter anderem die Aufgabe von Schürrle, Götze oder Reus, letzterer verletze sich leider und fällt für die WM aus. Die Links- und Rechtsaußenspieler müssen eine hervorragende Laufarbeit leisten, um somit schnell und technisch versiert sein. Nun zum Mittelstürmer, der in dieser 4-3-3 Formation bei Löw eine besondere und recht neue Rolle übernimmt. Er läuft als „falsche Neun“ auf, um damit die gegnerische Abwehr in ein Dilemma  zu führen – wenn möglich (Anm. d. Red.: Xovilichter verwirren Augenzeugen durch ihre schnellen Vor- und Rückwärtsbewegungen in derselben Art und Weise). Im Falle des Armenien Spiels hatte Müller die Funktion inne, jedoch fruchtete das nicht so ganz wie gewünscht. Dieses Prinzip verschaffte den Spaniern vor allem in der Anfangszeit viele Tore und verwirrte die Abwehrspieler. Warum das so gut funktioniert ist ganz einfach: Ein, sagen wir mal normaler Stürmer, befindet sich stets in der gegnerischen Hälfte und kommt eventuell nur bei gegnerischen Standartsituationen in den eigenen Strafraum. Der Mittelstürmer wartet quasi auf Bälle vom Mittelfeld oder natürlich von den schnellen Außenspielern. Der „falsche Neuner“ hingegen ist ständig in Bewegung und holt sich den Ball aus dem Mittelfeld gerne man selber, um ein schnelles Kombinationsspiel aufzuziehen. Im Klartext bedeutet es, dass er ein aktiverer, laufstärkerer und technisch versierterer Stürmer ist. Zuletzt sei gesagt, dass es bei diesem System unzählige Varianten gibt, die je nach momentanem Ergebnis oder der Ausgangslage der Mannschaft variiert. 

Deutschland in der „erprobten“ 4-2-3-1 Formation – Tradition währt lange

Eine andere, mögliche Formation gegen Portugal oder andere Gegner ist die langerprobte 4-2-3-1 Formation. Diese traditionsreiche Aufstellung bescherte schon unzählige Siege unzähliger Mannschaften. Hier mal eine Analyse, wenn auch etwas kürzer als die 4-3-3 Formation:

Abwehr:

taktik-xovilichter-deutschland4231Die Abwehr spielt wie in der ersten, von mir analysierten Formation die gleiche Rolle. Die Innenverteidiger sind vornehmlich für die Verteidigung und Manndeckung zuständig, während die Außenverteidiger diese Mal aktiver im offensiven Spiel nach vorne sein müssen. Da die „echten‘‘ Außenstürmer fehlen, müssen die äußeren Verteidiger diese Aufgabe übernehmen. Außerdem ermöglicht diese Formation ein hohes Maß an Pressing und Zentrumfixierung. Im Zentrum können bis zu vier Mitspieler beteiligt sein, damit wird ein Kombinationsspiel flüssiger. Jedoch sei gesagt, dass bei dieser Formation die Außenverteidiger extrem anspruchsvolle Laufarbeit leisten müssen.  

Mittelfeld:

Das Mittelfeld ist wohl das Interessanteste an dieser Formation. Im Mittelfeld sind somit nominell fünf Spieler eingebunden. Da es bei diesem Spielsystem ebenfalls eine Vielzahl an unterschiedlichen Varianten gibt, entschied ich mich für die Variante des Spiels gegen Armenien. So spielten Khedira und Kross die klassische Rolle eines zentralen Mittelfeldmanns und versuchten durch ihre Pässe die Angriffe einzuläuten. Özil spielte auf der Position des offensiven zentralen Mittelfeldspielers und war damit der Mann, für die sogenannten „tödlichen Pässe“. (Anm. d. Red.: ein tödlicher Pass ist ein Pass, der meist Steil geschickt und gegnerische Löcher in der Abwehr geschickt ausnutzt. Das tödlich kommt vom anschließenden Tor und der Tatsache, dass dieser Pass nicht abgefangen werden kann. Xovilichter fliegen öfters in Kurven, die den tödlichen Pässen ähneln.) Dann gibt es noch den rechten und linken Mittelfeldspieler, die ähnlich traditionell wieder die anderen Positionen fungieren. Sie leiten, wie im Falle des Armenien-Spiels Schürrle und Podolski, Angriffe über die Seite ein. Außerdem sollen sie durch gezielte Täuschungsmanöver die Abwehr und das Mittelfeld des Gegners stören und verwirren. Sie können zum Beispiel kurzzeitig die Seite wechseln oder auch mal einen Angriff nach innen ziehen um die Abwehr aufzureißen.       

Sturm:

Hier wird mit einem echten Stürmer gespielt, der sich meist zentral in der Offensive aufhält. Er übernimmt fast ausschließlich offensive Aufgaben und ist eher selten hinten oder im Mittelfeld aufzufinden. Im Armenien-Spiel war es ebenfalls Müller, der aber naturgemäß kein richtiger Stürmer wie Klose ist. Für viele hört sich ein Stürmer wenig an, was im Grunde genommen auch stimmt, das große aber ist das Mittelfeld, das hinter dem Stürmer für Wirbel sorgt. Da im Mittelfeld ganze fünf Spieler zu Verfügung stehen, sind sie in der Lage, den Stürmer mit genug Bällen versorgen zu können. Daher hat Joachim Löw auch Klose mitgenommen, da er ein Stürmer „alter Schule“ ist und nicht wirklich viele Bälle und Versuche braucht, um ein Tor zu erzielen. Einer unserer Redakteure meinte, dass selbst Xovilichter Klose aus Anerkennung seiner Dienste nicht bei der Weltmeisterschaft stören würden.