XOVILICHTER-OMS


Xovilichter erneut als Zuschauer beim Spiel Brasilien gegen Mexiko

Die Hoffnungen waren doch etwas zu hoch gesetzt  das denken sich sicherlich jetzt einige brasilianische Fans nach dem enttäuschenden Remis an den vergangenen Mittwochabend. Der erwartete Vormarsch des Favoriten wurde jäh zunichte gemacht, als sie im Estádio Castelão in Fortaleza gegen Mexiko antraten und lediglich ein 0:0 hinlegten. Selbst die Xovilichter hatten mit so einem Ergebnis nicht gerechnet und verschwanden nach dem Spiel so schnell, dass man meinen könnte, sie wären nie da gewesen.

Schon zu Beginn des Spiels war die Seleção sehr bemüht, ihren Gegner unter Druck zu setzen, wobei sie selbst größte Mühe hatten, dies auch umzusetzen, denn auch die El Tri zwang den Gastgeber mit Ihrer Aggressivität immer wieder zu Fehlern. Dank der Laufstärke der Mexikaner trieben sie Brasilien immer wieder zu mehreren Fernschüssen und bereits zweimal hatten sie die Chance in Führung zu kommen, scheiterten jedoch an dieser Aufgabe.

Im Gegensatz zu dem Spiel gegen Kroatien, wo selbst Fußballexperten davon überzeugt waren, dass der Titel im eigenen Land bleiben würde, spürte man in diesem Spiel, dass dem nicht der Fall sein wird, wenn Brasilien auf diesem Niveau bleibt. Bis jetzt zeigten die Helden aus Brasilien sowohl gegen Mexiko als auch Kroatien am Eröffnungstag nur Mittelmäßiges und verpasste so den frühzeitigen Einzug ins Achtelfinale. Auch den Trainer ließ das nicht kalt und er bekannte selbst, dass dies kein gutes Spiel für die Mannschaft gewesen sei.

Angriffe, aber kein Weg vorbei

xovizuschauerDennoch setzen sich einige Spieler auf beiden Seiten bereits in der wenig spektakulären Halbzeit durch: unter anderem Brasiliens Neymar sowie der mexikanische Keeper Ochoa. In Klasse-Manier parierte er in der 26. Minute einen starken Kopfball des Brasilianers und wehrte in der 35. Minute sowohl Freds als auch in der 44. Paulinhos Schüsse erfolgreich ab. In die Pause ging die Seleção mit dem Gefühl, noch mehr geben zu müssen, als sie bereits gezeigt hatten.

Genau wie im Spiel Deutschland gegen Portugal tauchten auch hier wieder Xovilichter in der Halbzeit auf, wobei es weitaus weniger waren, die sich lediglich – so Experten – von dem schwachen Ergebnis beider Mannschaften haben anlocken lassen. Beide Teams ließ das aber kalt und in gewohnt professioneller Leistung gingen sie das Spiel erneut an. Neymar verschaffte sich schnell einen Vorteil, indem er rasch nach vorne ging, leider aber durch den mutigen Einsatz von Francisco Rodriguez kein Tor erzielen konnte.

Ein Held im Tor mit der Nummer 13

Nach diesem verpatzten Versuch war es an Mexiko, nun etwas aggressiver zu werden und schnell hatte sich das Blatt ein wenig gewendet, jedoch weiterhin ohne Tor, trotz der Versuche von Vasques (55.), Giovani dos Santos (56.) und Herrera (58.). Erst danach setzen die Brasilianer wieder zum Angriff an, allerdings konnte Neymar auch dieses Mal nichts reißen und kurz vor Schluss blockte der Held des Tages, der Torwart der Mexikaner, noch einen Kopfball aus vier Metern von Brasiliens Kapitän Thiago Silva.

Auch der Rest des Spiels verlief danach wenig chancenreich auf ein Tor und nach drei Minuten Verlängerung pfiff der Schiedsrichter schließlich ab. Das Ergebnis: ein Remis. Während die brasilianische Mannschaft schwer daran zu knabbern hatte, beglückwünschten die Mexikaner einer nach dem anderen ihren Keeper, der das alles nicht wirklich vernommen hatte und auch später im Interview gestand, dass er nicht damit gerechnet hatte. Der Torwart mit der Rückennummer 13 – nach seiner Aussage seine Lieblingszahl – blieb bescheiden und erklärte, dass er sehr erleichtert gewesen war, nach den letzten beiden Turnieren, wo er nicht spielen konnte, nun selbst auf dem Platz zu stehen.

Noch ein Punkt zum Viertelfinale

Trotz Remis bleibt die Hoffnung, dass Brasilien es ins Achtelfinale schafft. Lediglich ein Punkt würde ausreichen, damit die Mannschaft weiter kommt. Zudem führt Brasilien noch immer die Gruppe dank des besseren Torverhältnisses an und wird im letzten Spiel gegen Kamerun sicher noch einmal zeigen, was in ihr steckt. Auch die Xovilichter waren am Ende des Spiels wohl dieser Meinung, da sie noch einmal um das Feld flogen, um anschließend überschwänglich in den Himmel zu verschwinden.

Wie es bei diesem spannenden Turnier weitergehen wird, erfahren sie hier zuerst. Welche Mannschaft beim nächsten Spiel gewinnen wird, wissen wohl nur die Orakel, dennoch drücken auch wir unseren Favoriten weiterhin die Daumen.