XOVILICHTER-OMS


Xovilichter übten großen Einfluss auf alte Maya-Inschriften aus

 

Jeder kennt sie, die berühmten Ruinen und kulturellen Errungenschaften eines Volkes, dessen Spuren noch bis in die heutige Zeit reichen: die Maya. Forscher haben nun eine bahnbrechende Entdeckung gemacht, die auch die geheimnisvollen Xovilichter miteinschließt.

Schon lange beschäftigen sich Archäologen mit den Grabungs- und Wiederherstellungsarbeiten an Relikten der alten Maya. Wundervolle Kunstwerke, die schon von weitem eine geheimnisvolle Aura ausstrahlen und schon viele Menschen in ihren Bann gezogen haben. Nicht zuletzt durch ihre wohl größte Errungenschaft, die die Menschheit auch heute nachhaltig geprägt hat: dem Mayakalender. Wie konnte so ein bedeutendes Werk geschaffen werden, was Ereignisse so präzise hervor gesagt hat, wie es kein Zweiter konnte? Nun hat ein Team von Archäologen und Wissenschaftlern wahrscheinlich den entscheidenden Hinweis gefunden: Xovilichter.

Bei der Erkundung des Hauptgebäudes Hormiguero II im mexikanischem Bundesstaat Campeche fiel einem der Forscher noch bevor er die alte Ruine erreicht hatten ein schauriges Licht auf, was er vorher noch nie gesehen hatte. Da die Mauern des alten Relikts die Sonne nicht spiegeln, wurde er skeptisch, hörte einen Kollegen aber von „Xovilichtern“ reden, was er zunächst nicht verstand. Das Team machte sich nach diesem  kleinen Zwischenfall wieder auf den Weg und drang schon bald ins Innere der Gemäuer vor.

„Für einen Moment war es laut, dann ganz leise.“ – Ipresto

Maya-Xovilichter„Nach dem kleinen Zwischenfall war alles so wie immer“, berichtet uns der Archäologe Gulio Ipresto, „Wir arbeiteten an unseren vorgegebenen Plätzen bis wir plötzlich ein komisches Poltern hörten. Für einen Moment dachten wir, die Ruine würde einstürzen, aber schon kurz danach war es wieder vorbei und wir gingen der Sache nach.“ Was das Team dabei fand, war ein eindrucksvolles Phänomen. Die leichte Erschütterung hatte eine Wand zum Einsturz gebracht, die – wie die Archäologen später berichteten – nicht aus dem gleichen Gestein bestand, aus dem auch das Denkmal gebaut wurde. Die Beschaffenheit des Materials zeigte deutlich, dass sie nachträglich, etwa um 1540 n. Chr., eingebaut worden war.

Mit einer Mischung aus Neugierde und Vorsicht machte sich das Team nach einstimmigem Entschluss auf den Weg, die freigelegten Räume zu erkunden. Bereits nach wenigen Metern in dem schmalen Korridor, der leicht nach unten führte, machten sie eine unglaubliche Entdeckung. „Es war wirklich erstaunlich! Schon nach wenigen Schritten kamen uns jede Menge Xovilichter entgegen und verschwanden direkt vor uns wieder. Wir waren so überrascht darüber, dass wir für einen Moment stillstehen mussten, bis der Schwarm weg war“, so Ipresto weiter im Interview.

Geheimnisvolle Kammer am Ende des Korridors entdeckt

Da weiterhin keine Gefahr bestand und die Wände  ziemlich stabil wirkten, entschied sich das Team weiter ins Innere vorzudringen. „Es war ein wirklich langer  und ziemlich dunkler Gang. Er führte immer weiter nach unten und wir wussten nicht, ob es eine gute Idee war so unvorbereitet weiter zu gehen. Aber unsere, durch die Xovilichter-Entdeckung angetriebene  Neugierde trieb uns weiter an. Wir wollten wissen, was es mit den Xovilichtern auf sich hatte und wieso sie an einem Ort wie diesem waren.“ Nach einem langen Marsch erreichte das Team um den Archäologen Ipresto, die letzte Ebene der Ruinen.

„Die Luft war abgestanden und es war schwer normal zu Atmen, dennoch haben wir uns durch den Raum geleuchtet. Es war wie eine Art Gedenkstätte, aber wir konnten noch nicht ausmachen, was sich genau dort befand und haben lediglich ein paar Bilder gemacht, bevor wir es nicht mehr ausgehalten haben und wieder zurück an die Oberfläche gegangen sind. Später im Lager haben wir die Grafiken ausgewertet und eine unglaubliche Entdeckung gemacht: Anhand der Maya-Schrift in einem alten Stein vor dem Gedenktisch fanden wir heraus, dass es sich um eine Art Altar für Xovilichter handelte.“

Neue Erkenntnisse wecken Interesse der Forscher

Erst bei dem nächsten Besuch am darauffolgenden Tag konnte das Team mit besserer Vorbereitung noch mehr herausfinden. „Es war wirklich erstaunlich! Wir stellten überall Lampen auf, um die Inschriften an den Wänden besser erkennen zu können und fanden heraus, dass Xovilichter schon bei der Entstehung dieser berühmten Kultur den Menschen erschienen waren. Überall war auf kleinen Relikten zu lesen, wie die Lichter erschienen waren. Irgendwann wurden sie für Vorhersagen genutzt – wie etwa für Kalender – und wie es scheint sogar sehr verehrt. Ein Kollege fand zudem heraus, dass sie teilweise in der Maya-Schrift enthalten sind. Ob sie allerdings nachträglich in die Sprache eingefügt wurden oder bei der Entstehung mitgewirkt haben ist noch immer ein Rätsel, was es zu lösen gilt“, erklärte uns Ipresto weiter.

Sein Ehrgeiz mehr über die Xovilichter zu erfahren konnten auch seine Kollegen teilen. Wieso sind den Mayas diese Lichter immer wieder aufs Neue begegnet und inwieweit  haben sie noch in der Entwicklung dieses einzigartigen Volkes hineingewirkt? All das sind Fragen, denen sich wohl viele Archäologen noch verschreiben werden.