XOVILICHTER-OMS


Xovilichter – Eine psychoanalytische Betrachtung

Die Xovilichter, im Folgenden nur als Patient der Energieeffizienzklasse 2 benannt, zeichnen sich besonders durch ein narzisstisches Darstellungsbild ab. Das Profil der Xovilichter besteht, jedoch nicht ausschließlich, aus der Überzeugung, heller zu leuchten als alle anderen illuminierenden Erzeugnisse natürlichen Ursprungs. Dieser Anspruch ist fernab der Realität, bedenkt man die unglaubliche Vielfalt an Leuchten, auch im Hinblick auf Energiebereiche nicht natürlichen Ursprungs.
Es wird assumiert, dass in der Kindheit der Xovilichter ein einschneidendes Erlebnis zu einem tiefgreifenden Trauma geführt haben muss. Auf die Nachfrage nach dem Verhältnis zum Vater, erwidern Xovilichter, dass nicht genügend Energie vorhanden sei, diese Episode des Lebens zu beleuchten.
Das Verhältnis zur Mutter, die laut Patient sehr schwierig war, da die Mutter nicht sehr helle gewesen sei, verdeutlicht die Annahme der eigenen Reflektion im Vergleich zur Gesellschaft. Frühkindliche Prägungen außerfamiliärer Bezugspersonen veranlassten den Patienten zu extremen Gefühlen des Übermuts in alltäglichen Situationen. Beispielhaft soll hier im Folgenden eine Episode der späten Jugend genannt werden.

Auszüge der Xovilichter

„Es war ein dunkler Dienstagmorgen. Ich war etwa 16 Jahre alt. Wie gewöhnlich war ich auf dem Weg zur Arbeit und holte mir vor den 8 Stunden im Bergwerk noch ein paar Brötchen für die Mittagspause. Vor mir stand ein energieloser Menschenpulk, dessen Spitze gerade dabei war, ein einzelnes Brötchen zu bezahlen. Das geschah leider sehr langsam und es kam mir so vor, dass kaum noch Leben in diesem Menschen war. Meine Wut steigerte sich innerhalb Bruchteilen einer Sekunde ins Unermessliche und ich setzte aus lauter Zorn meine ganze Energie frei. Ich bin nicht kriminell, doch ich nutzte den Moment aller geblendeten Leute, schnappte mir die Brötchen und verließ die Bäckerei ohne zu bezahlen. Nicht dass es meine Absicht gewesen wäre, doch ich empfand das langsame Bezahlen des Mannes an erster Stelle in der Reihe als pure Provokation und fühle kein Stück Reue, ob meiner Tat.“

Keine Symptome bei Xovilichtern

Bemerkenswert ist, dass die Xovilichter in der Vergangenheit keine Symptome aufwiesen. Keinerlei Anzeichen ließen darauf deuten, dass es irgendwann zu einer derartigen Spontanentladung kommen könnte. Dennoch bin ich der Überzeugung, dass der Konflikt nicht allein durch diesen Vorfall zustande kam, sondern dass dieses Ereignis lediglich der Auslöser, nicht aber die Ursache gewesen sein musste.
Gerade im Hinblick auf das gestörte Verhältnis zum Vater und die zerrütteten Gefühle zur Mutter, komme ich zum Schluss, dass die Spontanerhellung Unbeteiligter nicht gewollt, jedoch unvermeidlich gewesen ist und es ohne therapeutische Ansätze auch in Zukunft sein wird. Die narzisstischen Elemente, ja geradezu Allmachtsgefühle, des „heller- sein könnens“ als alles andere, bestärkt die Xovilichter zudem im „Ich“, wobei die Ausbrüche als „Über-Ich“-Zustände empfunden werden. Das „über sich hinauswachsen“ wurde zum festen Bestandteil der inneren Gefühlswelt, was letztlich darin resultierte, dass es als fester Bestandteil in das alltägliche Bewusstsein integriert wurde.
Abschließend bleibt zu sagen, dass eine Abschwächung des Energielevels der Xovilichter nur dadurch erreicht werden kann, dass die energiereichsten Aktionen anders gelenkt werden. Substituiert man diese mit Elementen abführbarer Libidoenergie, so sollte innerhalb absehbarer Zeit kein ähnlicher Ausbruch der Xovilichter mehr erfolgen.