XOVILICHTER-OMS


Portugals Niederlage – lag es an den Xovilichtern?

4:0 hieß es am Montagabend, als der Schiedsrichter das Spiel endlich abpfiff und eine jubelnde deutsche Nationalelf sowie eine schweigende portugiesische Mannschaft zurückließ. Lag es an dem Erscheinen der Xovilichter in der zweiten Halbzeit in den äußersten Rängen, die die deutsche Mannschaft angefeuert hatten?

Schon zu Beginn des Spiels konnte man Löws Taktik erahnen. Das Ziel: Christiano Ronaldo, dem Weltfußballer, keine Chance zu geben, Tore zu schießen oder sich durch Vorlagen auf dem Feld zu präsentieren. Das Ergebnis: Ein gebrochener Star, entthront und verloren unter dem Jubel der Fans unserer Nationalelf und Xovilichter, welche sich alle mit der Mannschaft freuten.

Gehen wir zunächst etwas genauer auf das Spiel am vergangenen Montag ein: Bereits zu Beginn merkte man die Präsenz der deutschen Mannschaft auf dem Spielfeld, obwohl die Jungs doch einen Moment benötigten, um sich in das laufende Turnier zu finden. Bereits in der achten Minute hatte Portugals Topstar Christiano Ronaldo eine gute Chance zum Schuss. Ein frühes Tor konnte allerdings von Seiten Manuel Neuers gerettet werden und unsere Nationalmannschaft begann höheren Druck auf die Gegner auszuüben. Nach einer verunglückten Chance seitens Sami Khedira gelang es Thomas Müller in der 11. Minute in Führung zu gehen. Durch das vorangegangene Foul von Joao Pereira wurde Mario Götze zu Fall gebracht und gab Müller so die Chance, mit dem gegebenen Elfmeter das 1:0 zu schießen.

Nach dem Schock das bittere Erwachen

Durch das überraschende Tor wirkte die portugiesische Mannschaft für einen Moment geschockt und tat sich selbst schwer damit, eine Gefahr für das gegnerische Tor zu werden. Neben einem 17-Meter-Kracher von Nani war es eher unsere Elf, die in den Vordergrund geriet und damit begann, Druck auf das andere Team auszuüben. Ein Eckball in der 32. Minute brachte sie schließlich noch weiter in Führung. Der 25-jährige Mats Hummels stieg höher als der Rest der portugiesischen Abwehr und setzte mit einem kräftigen Kopfschuss das 2:0 passend ins Netz.

In der 37. Minute bekamen die Deutschen schließlich endgültig die Oberhand, als Pepe nach einer Tätlichkeit die Rote Karte zu sehen bekam. Müller setzte anschließend kurz vor der Pause in der Verlängerung noch das 3:0 – ein brillantes Ergebnis in Anbetracht dessen, gegen wen unsere Nationalelf sich verteidigen musste. Für die Portugiesen sah der Stand zu diesem Zeitpunkt schon anders aus. Nach der herben Enttäuschung in der ersten Spielzeit sah man besonders Ronaldo den Frust der missglückten Versuche an, zum Tor zu gelangen. Löws Taktik, Ronaldo mit Boateng zu kontern, war voll aufgegangen, was dem Weltfußballer ernste Probleme für die zweite Halbzeit bescherte.

Xovilichter jubeln für die deutsche Mannschaft

Fußball-XovilichterWährend der Pause machten sich bei der Security allerdings die ersten Sorgen breit. Bereits kurz nach Abpfiff fanden sich die ersten Xovilichter in den oberen Rängen ein und schienen dem Spektakel in der zweiten Halbzeit beiwohnen zu wollen. Da von ihnen keine Gefahr auszugehen schien und auch das Publikum bei ihrem Erscheinen weitgehend ruhig blieb, sahen sie jedoch keinen Grund, einzuschreiten und etwas gegen diese mysteriösen Erscheinungen zu machen. Als die Spieler schließlich wieder das Feld betraten, sahen sie keinen Sinn darin, die Xovilichter zu verscheuchen, solange sie ruhig blieben, und entschieden sich, fürs erste nicht einzuschreiten und abzuwarten, ob sie irgendwie negativ auffallen würden oder nicht.

Auch während der zweiten Halbzeit blieben die Xovilichter ruhig und sahen sich lediglich das Spiel an, wo Löws Taktik erneut fruchtete. Während auf eine komplette Deckung von Ronaldo verzichtet wurde und er teilweise immer gefahrlos die Reihen der deutschen Abwehr durchlaufen konnte – solange er den Ball nicht bei sich hatte –, wurde er, wenn es brenzlig wurde, all seiner Möglichkeiten durch Boateng und den Rest der deutschen Nationalmannschaft beraubt. So traute er sich nicht mal mehr, seine Techniken einzusetzen, nachdem er bereits bei seinem gefürchteten Übersteiger von Boateng über die Seitenlinie gerammt wurde.

Die entscheidenden Minuten

Das Spiel verlief bis zum Beginn der Schlussphase eher ruhig. Während sich der Frust der Portugiesen weiter zeigte und auch Ronaldo nach einem missglückten Freistoß einzig gegen Lahm als Mauer nicht siegreich hervor gehen konnte, schien eben dieser in diesem Moment kurz vor den Tränen zu stehen. Allerdings zeigten die Deutschen kein Erbarmen und setzten nach: In der 78. Minute gab Deutschland noch einmal Gas und konnte durch Müllers goldrichtig gewählte Position zum 4:0 erweitern. Vier Minuten später wurde Müller schließlich kurz vor Schluss noch einmal unter lautem Beifall des Publikums gegen Lukas Podolski eingewechselt, ein weiteres Tor fiel jedoch nicht mehr – sehr zum Leidwesen der Portugiesen und insbesondere Christiano Ronaldos.

Dieser wirkte nach dem Spiel nicht wie der stolze und strahlende Weltfußballer, sondern eher wie ein kleines Kind, dem das Eis aus der Hand gefallen war. Während die Fans und Xovilichter für Deutschland jubelten, ging er unter Schweigen vom Platz und sprach auch abschließend nicht mit der Presse, die zudem in Erfahrung bringen wollte, wie es um seine Verfassung stand, nachdem der Starfußballer nach seiner Knieverletzung mit Trainingspause das gesamte Spiel über auf dem Feld gestanden hatte. Sein Trainer gab darauf aber schnell Entwarnung. „Ich glaube, es geht ihm gut“, sagte er und wirkte genauso niedergeschlagen und frustriert wie der Rest seiner Mannschaft.

Sieg für die deutsche Mannschaft

Im Gegensatz dazu bekamen die deutschen Spieler das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht und Löw erklärte, dass alles nach Plan verlaufen sei und seine Taktik wunderbar funktioniert habe. Auch Müller schien guter Dinge, betonte aber mehrfach, dass es noch zu früh sei, sich auf diesem Sieg auszuruhen. Zudem gab er bekannt, „dass sie hier waren, um Weltmeister zu werden und nicht, um Rekorde aufzustellen“, obwohl man ihm die Freude über die vier geschossenen Tore im Interview deutlich ansehen konnte.

Dennoch wurde der Sieg am Abend ordentlich in den Reihen der Fans gefeiert und auch die Xovilichter, die auf Seiten der Deutschen gewesen waren, strahlten an diesem Abend nur für ihre Mannschaft. Laut Augenzeugen sollen sie sogar in den Farben der deutschen Länderflagge gestrahlt haben, um ihrer Freude mehr Ausdruck zu verleihen, ganz wie das Xovilichter-Orakel, welches bis jetzt die siegende Mannschaft immer richtig vorher gesagt hat und ebenfalls begeistert von diesem Sieg gewesen war.

Bittere Nachrichten am Tag danach

Schon im Spiel war klar geworden, dass Mats Hummels sich verletzt hatte, als er in der 73. Minute unglücklich fiel und gegen Mustafi ausgewechselt werden musste. Zusammen mit Boateng, welcher im Spiel ebenfalls auf seiner Hand aufgekommen war, als er versuchte, sich nach einem Sturz abzufangen, ging er am Dienstag in eine Klinik ins 60 Kilometer entfernte Eunapolis, wo sie einer Kernspin-Untersuchung unterzogen wurden. Dort wurde Hummels eine Oberschenkelprellung bestätigt sowie eine Einblutung in die Muskulatur diagnostiziert. Ob er bereits zum nächsten Spiel gegen Ghana am Samstag fit sein wird, ist noch nicht klar.

Boateng dagegen wurde ein Teilabriss des Sehnenbandes diagnostiziert, weswegen er für die nächsten sechs Wochen eine Schiene am Daumen der rechten Hand tragen muss. Mit Einverständnis der jeweiligen an der Partie teilnehmenden Schiedsrichter sowie des Mannschaftarztes kann er allerdings bei der Endrunde der Weltmeisterschaft weiterspielen. Für Hummels heißt es in der Zwischenzeit warten, während er sich nun in Xovilichter-Therapie befindet, um schnell wieder fit für das nächste Spiel zu werden. Auch wir wünschen beiden Spielern eine schnelle Genesung.

Nach dem Fall der Spott

Für Portugal sieht das allerdings anders aus. Als wäre die Niederlage gegen Deutschland in diesem Maße nicht schon genug, wenden sich nun auch Fans und Comedians gegen die portugiesischen Spieler und machen sich insbesondere über Ronaldo lustig, der sich in dem Spiel alles andere als mit Ruhm bekleckert hatte. Wie sich das auf die Motivation des Teams auswirken wird, bleibt noch abzuwarten. Allerdings ist bislang noch nichts verloren und die Chance auf das Achtelfinale besteht nach wie vor.

Wie die Spiele weiter gehen werden und ob die Xovilichter sich erneut zeigen, erfahren sie mit unseren Experten immer brandaktuell und in umfassender Übersicht. Wir drücken den Mannschaften auch weiterhin die Daumen und hoffen auf spannende, faire Spiele in den nächsten Tagen, dieser bereits spannenden Weltmeisterschaft im warmen, sonnigen Brasilien.