XOVILICHTER-OMS


Xovilichter treiben Unfug mit Torlinientechnik

Während die einen noch im Stadion feiern und sich für ihre Mannschaft freuen, wird das nächste für das kommende Spiel vorbereitet und alles noch einmal genauestens überprüft. Dabei sind dem technischem Team vergangenem Dienstag Xovilichter bei ihrem Test begegnet, die die Systeme zum Erliegen brachten.

Bei der Wartung des Stadions für das kommende Deutschlandspiel in Recife begegnete dem Team eine Horde Xovilichter, die es sich anscheinend nach dem letzten Spiel dort gemütlich gemacht hatten. Mithilfe des zuständigen Wachpersonals konnten sie schnell soweit vertrieben werden, dass die Techniker ihrer Arbeit nachgehen konnten. Entgegen jeder Hoffnung allerdings, tauchten die Lichter schnell wieder auf und machten einigen Schabernack mit der hochempfindlichen Torlinientechnik.

Wir unterhielten uns heute mit dem leitenden Ingenieur des Stadiums, Tom Nordlink, der ebenfalls vor Ort gewesen war und alles mit angesehen konnte: „Wir dachten wir sehen nicht richtig, als auf den großen Monitoren, auf denen die Torlinientechnik im Stadion präsentiert wird plötzlich angegangen ist. Niemand von uns war schon soweit mit der Inspektion, dass einer von uns sie hätte einschalten können, weswegen wir auch ziemlich überrascht waren und uns zum Kontrollraum begaben, um dort nach dem Rechten zu sehen. Als wir allerdings die Xovilichter dort sahen, wurde es uns klar und wir versuchten sie sofort wieder zu vertreiben. Leider vergebens.“

Die Lichter sind eine ernszunehmnde Gefahr für hochempfindliche Systeme

Torlinientechnik-Xovilichter„Da wir alle mitgegangen waren um nachzusehen, wo das Problem lag, hatten wir nicht gemerkt, wie einige Lichter unten geblieben waren und nun immer wieder Bälle ins Tor schossen, so schnell, dass wir es mit dem eigenen Auge nicht verfolgen konnten. Unsere Technik hat dabei die ganze Zeit die Bilder gemacht, in einem Tempo, dass es fast schon zu viel des guten für die Maschine  war! Erst als wir nicht mehr weiter wussten und einfach den Generalstrom abstellten, gaben die Xovilichter schließlich endlich Ruhe und sind wieder verschwunden. Wir  haben noch etwas gewartet und gegen Abend nachgesehen, wie es um das System stand. Zum Glück war noch alles ganz, allerdings haben wir noch zusätzlich einen Experten gerufen, um sicher zu gehen, dass das Programm morgen bei dem Spiel von Deutschland gegen die USA nicht den Geist aufgibt, wenn wir es brauchen“, berichtete er uns weiter.

Nach den letzten Test soll alles in Ordnung gewesen sein, weswegen nur noch kleinere Tests gemacht wurden, bevor der Rasen ein letztes Mal gesprenkelt wurde, um sicher zu gehen, dass die Bedingungen für das Spiel auch wirklich optimal waren. Allerdings war die Sorge um die Technik noch immer das Hauptthema im Technikerteam, was uns auch Tom Nordlink bestätigte. „Es stimmt. Seit diesem Vorfall beschäftigt es uns immer wieder. Es ist ja nicht das erste Mal, dass die Xovilichter einfach so auftauchen und ihren Schabernack mit uns treiben. Aber es wird gefährlich, wenn sie wirklich in die Technik kommen können. Vor allem so einfach! Es sind dann ja nicht nur die Spiele die vom Ausgang her beeinflusst werden können, wenn Techniken wie das „GoalControl“ nicht funktionieren. Es könnte eine allgemeine Panik ausbrechen, wenn die Lichter nicht gestoppt werden und tatsächlich ein Stadion in ihre Gewalt bringen! Wir müssen uns besser vorbereiten. Es darf nicht immer erst ein Unglück passieren, bevor jemand etwas tut!“, berichtete er uns aufgebracht im weiteren Verlauf unseres Interviews.

Schutz gegen die Xovilichter denkbar?

Auch im Gespräch mit einigen anderen Technikern vernahmen wir vorrangig die Sorge nach ausreichendem Schutz für die kommenden Spiele. Vor allem die Arena Pernambuco in Recife wird die nächsten Spiele über gefährdet sein, dem sind sich auch Experten einig, die bereits damit begonnen haben einen sinnvollen Schutz gegen die Xovilichter zu erfinden – bislang aber noch ohne Erfolg. „Wir sind uns bewusst, dass es immer mehr zum Problem wird, wenn wir die Xovilichter unterschätzen. Aber bislang haben wir nichts gefunden, was die Lichter davon dauerhaft abhalten könnte, weiter aufzutauchen und die Technik zu beeinflussen“, so Pierré  Seolait, Leiter des französischen Forschungsteams, welches bislang die besten Ergebnisse in der Analyse der Xovilichter einbringen konnte.

Wie lange es noch dauert und ob die Forscher noch vor einem drohenden Unheil den nötigen Schutz parat haben werden ist noch nicht absehbar. Wir hoffen auf das Beste und genießen bis dahin die kommenden Spiele und drücken er deutschen Mannschaft die Daumen für einen erfolgreichen Einzug ins Achtelfinale, hoffentlich ohne Störungen der Xovilichter.