XOVILICHTER-OMS


XOVILICHTER rasen durch das Netz

Wer glaubt, das World Wide Web könne nichts Überraschendes mehr hervorbringen, wird täglich eines Besseren belehrt. Jetzt wurden erstmals XOVILICHTER gesichtet – ein Phänomen, das sich bislang im Verborgenen gehalten hat. Die Experten, die aufwendige Untersuchungen eingeleitet haben, um herauszubekommen, was genau hintern den XOVILICHTERN steckt, sind sich mittlerweile jedoch sicher, dass es sich dabei um sogenannte Web-Elementarteilchen handelt. Diese wurden vermutlich bei der Entstehung des Internets freigesetzt, wodurch die Urknall-Theorie neue Nahrung erhält.

xovilichter-chemtrails

XOVILICHTER faszinieren die Wissenschaft

Am Anfang war das Internet wüst und leer. Doch dann muss sich etwas ereignet haben, was bis zum heutigen Tag noch im Dunkeln liegt. Die XOVILICHTER, die seit dem 1. Mai 2014 online unterwegs sind, könnten nun Aufschluss über den Ursprung des Internets geben und eine exakte Datierung ermöglichen. Der Weg zu fundierten Forschungsergebnissen scheint allerdings beschwerlich zu werden, da es noch nicht gelungen ist, ein XOVILICHT einzufangen und isoliert zu untersuchen. Bislang müssen sich die Wissenschaftler mit Berechnungen aufgrund von größtenteils unscharfen Screenshots begnügen, da die Geschwindigkeit dieser Lichter mit herkömmlichen Verfahren kaum erfasst werden kann.

Allerdings gibt es Grund zu der Annahme, dass schon bald der Durchbruch in den Forschungslabors gelingen könnte. Aus noch ungeklärten Gründen lässt sich nämlich seit Tagen eine sprunghafte Vermehrung der XOVILICHTER beobachten. Ständig werden neue Sichtungen gemeldet, sodass das Verhaltensmuster der digitalen Leuchtkörper immer gründlicher studiert werden kann. Dabei ist ein massenhaftes Auftreten der Lichter auf speziellen Websites zu beobachten, die anscheinend eine besondere Anziehungskraft besitzen.

Die Spezialisten hoffen, dass sich die XOVILICHTER dort zu größeren Gruppen zusammenschließen, sich dadurch gegenseitig blockieren und langsamer werden. Neuesten Erkenntnissen zufolge besteht die Möglichkeit, dass sich sämtliche XOVILICHTER bis Mitte Juli auf eine geordnete Umlaufbahn um eine einzige Website begeben werden. Dann wären ganz andere Voraussetzungen für wissenschaftliche Forschungsansätze gegeben.

Beginn eines neuen Zeitalters?

Welche Auswirkungen diese als SMART-Zustand bezeichnete Konstellation der XOVILICHTER auf das Internet haben wird, ist auch von absoluten Koryphäen auf dem Gebiet der Online-Forschung nur schwer einzuschätzen. Es wird jedoch vermutet, dass die SMART-Konstellation nicht von langer Dauer sein und sich wieder auflösen wird, sobald sie ein bestimmtes Energie-Niveau erreicht hat.

Wie sich diese Auflösung gestalten wird, steht noch in den Sternen. Als am wahrscheinlichsten gilt eine lichtintensive Reaktion, die der Laie als farbenfrohes Feuerwerk wahrnehmen würde. Es könnte jedoch auch sein, dass sich der Zusammenschluss aller XOVILICHTER in Form eines neuerlichen Urknalls äußern wird. Ob dieser dann das Ende des Internets bedeuten oder ein neues Zeitalter heraufbeschwören wird, liegt nicht in unserer Hand. Oder vielleicht doch?

Was ist eigentlich der Xovilichter-Contest?

Über die Xovilichter wurde schon viel spekuliert und diverse Theorien, wie die des geheimnisvollen Algorithmus, der seit Jahrtausenden durch die Geschichte irrlichtert, machen die intellektuelle Elite des Landes ganz wuschig. Manche glauben gar an eine Verschwörung à la Bielefeld und schütteln bei der Erwähnung der Xovilichter nur ungläubig den Kopf: “Die gibt’s doch gar nicht.”

Diesen nihilistischen Elementen dürfte nicht nur unangenehm aufstoßen, dass es die Xovilichter scheinbar doch gibt, sondern auch, dass eigens ein sogenannter Contest, neudeutsch für Wettbewerb, also eine “Challenge” (oder ein Xovilichter-Gewinnspiel) ausgeschrieben wurde, der die schönsten, hellsten und strahlendsten Xovilichter küren soll. Schlecht für die Verschwörungstheoretiker, aber noch schlechter für die Juroren: Nach neuesten Theorien handelt es sich beim Phänomen der Xovilichter um kleine, relativ unfähige SEO-Texter, deren hervorstechendstes Merkmal gemeinhin ist, dass Sie eben nicht besonderes hell leuchten, während sie ihre Texte bei Google ganz nach oben bringen möchten, um die Online-Marketing-Abteilung glücklich zu machen. Das wäre also ungefähr so, als wolle man in Heidi “Schminki-schminki” Klums “Germany’s Next Topmodel“ einen Preis für Avantgarde-Lyrik ausschreiben.

Was hat Heidi Klum mit dem Phänomen Xovilichter zu tun?

Aber man muss sich mit dem begnügen, was da ist. So wie auch in Klums Folterkammer die eine oder andere sprachliche Perle („Ich bin schon so eiskalt geworden, ich kann auf Knopfdruck weinen”) aus den ansonsten erschreckend weichhirnigen Mollusken, die sich im Model-Meer tummeln, hervorblitzt, muss man aus den tagsüber fast unsichtbaren Xovilichter-Glühwürmchen das eine oder andere Xovilichter-SEO-Würmchen herausfiltern, das wenigstens nachts ein bisschen leuchtet und Google erhellt. Denn wie dichtete einst schon Bertolt Brecht in Bezug auf die Xovilichter?

“Die einen sind im Dunkeln
Und die andern sind im Licht.
Und man sieht nie Xovilichter
Die sind einfach viel zu schlicht.”

In einer Welt der Sensationen, die jedem Attention-Junkie laut zujubelt, sobald er es geschafft hat, zwei halbwegs sinnvolle Sätze hintereinander aufzusagen, bevor er weiter im Dschungel die Genitalien exotischer Kreaturen zerkaut, ist es doch eine erfrischende Abwechslung, einmal eine SEO-Challenge oder einen SEO-Contest für unscheinbare SEO-Nullnummern zu organisieren. Und so sollte der Xovilichter-Contest als das gesehen werden, was er ist: eine unzeitgemäße Veranstaltung, eine Mischung aus Avantgarde und Bionade-Biedermeier, ein Appell an das internationale SEO-Nerdtum, sich endlich zu vereinigen und seinen Xovilichter-König bei Google zu küren! Und natürlich eine Keyword Challenge der Extraklasse, auf der sich so mancher die Lichter ausschießen wird.

Die Party zur Keyword Challenge  wird übrigens im schönen Köln stattfinden und einige Köllner anziehen: Die schillernde Nacht der SEO, eine Gala, wie sie die Karnevalsmetropole (trotz vieler Lichter) noch nie gesehen haben dürfte, wird am 19. Juli 2014 die schönsten Xovilichter der SEO-Branche küren, und wenn es dann heißt: “Willkommen zu Germany’s Next Top-SEO-Texter” und das wichtigste Keyword sich bei Google die Klinke in die Hand gibt, dürfte auch der letzte Bielefelder wissen, dass es Xovilichter eben doch gibt und sie nicht die Phantome sind, für die viele sie halten. Möglicherweise behalten die Anhänger der Verschwörungstheorien aber doch Recht, und am 19. Juli erwartet uns eine völlig andere Party, bei der auch die andernorts erwähnte “Church of Xovilichter” in Köln einreist, ihre unheimlichen Gesänge fröhliche Urständ feiern und sie den ein oder anderen Köllner bekehren? Man weiß es nicht und möchte es vielleicht auch gar nicht wissen. Es gilt, sich noch ein paar Wochen zu gedulden, bis es endgültig Gewissheit geben wird, wer oder was da eigentlich einen Xovilichter-Wettbewerb austrägt und inwieweit die Köllner schockiert sein werden. Bis dahin mögen die Lichter mit Euch sein!

Was Kenzeichnet ein Xovilicht

  • Sie können fliegen
  • Sie sind in den Rankings vorne
  • SOhne Risko
  • Nach ablauf verlischt der Rankingverlust

Wer kann eigentlich beim Xovilichter-Contest mitmachen?

Diese auf den ersten Blick schwierig erscheinende Frage lässt sich eigentlich ganz einfach beantworten, zumal sie ihre Antwort bereits in sich trägt. Bei der Xovilichter-Keyword-Challenge können (Trommelwirbel!) alle noch so kleinen, selbst nur leicht flackernde Xovilichter mitmachen. Will sagen: Jeder noch so mäßig begabte SEO-Texter darf seinen textlichen Auswurf hier postieren und darauf hoffen, unter den Gewinnern den ihm zustehenden Platz zu ergattern. Selbst wenn er den Kardinalfehler begehen sollte, anstelle von “Xovilichter” die veraltete Schreibweise “Xovi-Lichter” zu benutzen und sich damit selbst schon ein ganzes Stück weit vom ehrwürdigen Xovi-Kodex (wer Xovi-Anhänger ist, weiß ja übrigens, dass er, sobald er das Wort “Xovi-Kodex” in den Mund nimmt, stante pede viermal in die Hände klatschen und “SEO, du bist supermächtig, wunderschön und einfach prächtig” rufen muss, um die Xovi-Geister nicht zu beleidigen) entfernt.

Xovilichter-Sause in Köln

Die Xovi-Lichter-Keyword-Challenge (“learning by doing it falsch”, eine beliebte Methode in Xovilichter-Kreisen), ein Wettbewerb, der seit Mai 2014 stattfindet, geht übrigens mit einem rauschenden Fest in der Kölner Innenstadt zu Ende, auf das sich neben den Bürgerinnen und Bürgern natürlich besonders die Stars und Sternchen der dann versammelten Xovilichter-Prominenz freuen. Vor allem, weil es jedes Jahr eine warme Mahlzeit umsonst gibt und dem Sieger auch eine Flasche lieblicher Rotkäppchen-Sekt winkt, was Augenzeugen zufolge in den letzten Jahren zu manch bösartigem Exzess geführt haben soll. Kommentar eines Kölner Besuchers: “D’r het sich de Xovilichter ausjeschosse! Sackjeseech! Suffül! Wispresilje!”

Der Mann hat nicht unrecht, und der ein oder andere Besucher war überaus erstaunt darüber, dass solche Gestalten überhaupt teilnehmen dürfen. Wenn erwachsene Menschen anstatt “Guck mal, der Kölner Dom!” nur noch “Google, goog” lallen können, bevor sie den Rhein mit den Resten des eben genossenen Rotkäppchen-Elixiers bedenklich anschwellen lassen, dann ist das selbst im Mai 2014 nicht zulässig. Schließlich handelt es sich immer noch um einen Xovilichter-Wettbewerb, nicht um ein Kaffeekränzchen mit Google-Hupf und anschließendem Vollabschuss.

Aber zu streng wollen wir auch nicht sein, schließlich ist das restliche Jahr der Xovilichter düster genug, so dass der Wettbewerb für die Texter etwas ganz Besonderes ist. Manch einer zieht dem Weihnachtsfest sogar diesen Xovilichter-Contest vor! Nun ja, das sind dann die, die eine sehr schwierige Kindheit gehabt haben und ihre Profilneurose jetzt mit Rotkäppchen-Sekt und SEO-Sause ausleben müssen. Wir wollen sie nicht schelten, sie haben es halt nicht leicht …

Sie sehen, am Contest darf wirklich jeder – einschließlich der schwereren Fälle – teilnehmen. Also, nur Mut!